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(für Patienten bei diabetischer Polyneuropathie)
Polyneuropathie - was ist das ?
Bei Diabetikern kann es zu funktionellen Störungen der Nerven kommen. Sie machen sich meist zuerst an den Füßen bemerkbar. Bereits leichte Berührungen können dann Mitempfindungen auslösen. Häufig wird ein Brennen an den Fußsohlen, das Gefühl von "Ameisenlaufen", Kribbeln oder Pelzgefühl empfunden.
Ein bestehendes Taubheitsgefühl kann bis zum völligen Verlust der Empfindung führen.
Die Folgen davon: Verletzungen der Haut werden nicht gespürt, bleiben deshalb unerkannt oder werden nicht rechtzeitig versorgt. Die Behandlung der Nervenschädigungen ist Sache eines Facharztes.
Wunde Punkte bei Diabetes
Zu viel Zucker im Blut schädigt Nerven und Gefäße, die Folgen zeigen sich häufig am Fuß.
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- Kahle Stellen - Die Haarwurzeln werden schlecht durchblutet, es kommt zu Haarausfall.
- Risse - An Ferse und Ballen bildet sich vermehrt Hornhaut. Reißt sie ein, haben Krankheitserreger leichtes Spiel.
- Schuppen - Schweißdrüsen in der Fußsohle stellen ihre Arbeit ein, die Haut wird trocken und schuppig.
- Pilze - Nägel und Haut sind anfälliger für Pilzinfektionen.
- Krümmung - Wegen der fehlenden Nervenimpulse verkürzen sich Muskeln. Der Fuß und die Zehen krümmen sich, an den dadurch stärker belasteten Stellen entwickelt sich Hornhaut.
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Was man darüber hinaus tun kann
Eine regelmäßige und gewissenhafte Pflege der Füße verringert das Erkrankungsrisiko und beugt so der Entwicklung hartnäckiger, bis auf die Knochen reichender Geschwüre (sog. "diabetischer Fuß") vor.
Dazu muss es nicht kommen !
Tipps & Empfehlungen
Tägliche Fußinspektion
- untersuchen der Füße auf Veränderungen an den Fußsohlen und den Zehenzwischenräumen
- Hornhaut und Schwielen sind Zeichen für drückende Schuhe
- "Blaue Flecken" oder gerötete Stellen sind Warnzeichen. Schnürsenkel oder Riemen sollten auf dem Fußrücken keine Druckstellen hinterlassen.
- auch bei kleinen Verletzungen und Veränderungen unbedingt den Hausarzt zu Rate ziehen
Waschen und Cremen
- keine Fußbäder bei offenen Wunden nehmen
- Reinigung der Füße mit lauwarmen Wasser von höchstens 37° Celsius
- nur sehr milde Seifen (ph-neutral, Babyseife) und einen Waschlappen verwenden
- Fußbäder nicht länger als 5 Minuten ausdehnen, damit die Haut nicht aufweicht
Fuß- und Zehenzwischenräume sorgfältig ohne starkes Reiben trocknen
- mindestens 2 x täglich die Füße mit einer fettarmen, harnstoffhaltigen Salbe eincremen
Nagelpflege
- keine scharfen oder spitzen Gegenstände verwenden
- Nägel nach dem Baden gerade feilen, die Ecken nicht zu stark runden
- eingewachsene Nägel sollten von einem geschulten Fußpfleger behandelt werden
- auf Haut - und Nagelpilze achten, sie können Ursache für Infektionen sein und müssen rechtzeitig ärztlich behandelt werden
(Bildquelle: www.pixelio.de/Strandurlaub © Manfred Walker)
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