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  Kaffee kann Diabetesrisiko senken

Kaffeetrinker erkranken offenbar seltener an Diabetes.
Dies zeigt die Auswertung zweier großer Studien an der Harvard Medical School of Public Health in Boston (Massachusetts/USA).

Am deutlichsten profitierten Männer, die täglich mehr als sechs Tassen Kaffe tranken: Ihr Diabetesrisiko reduzierte sich um die Hälfte.
Bescheidener Konsum von ein bis drei Tassen dagegen rief kaum Wirkung hervor. Erst ab vier Tassen verringerte sich die Gefahr, Zuckerkrankheit zu entwickeln, bei Frauen und Männern deutlich um 30%.

Bei den beiden analysierten Studien handelt es sich um die legendäre Nurses Health Study mit 84.276 Frauen sowie der Health Professional Follow-Up Study mit 41.934 Männern.
Es sind reine Beobachtungsstudien, die kein Ursache-Wirkung-Verhältnis nachweisen.

Dennoch bieten die Wissenschaftler Erklärungen, weshalb Kaffee möglicherweise Diabetes vorbeugt: Kaffee regt den Stoffwechsel an und kann deshalb zum Abbau von Kohlenhydraten und Fetten beitragen.

Denkbar wäre auch, dass die im Kaffee enthaltenen Antioxidanzien («Radikalfänger») und Mineralstoffe - Kalium sowie Magnesium - den Glukosestoffwechsel stimulieren.

Entkoffeinierter Kaffee kann ebenfalls das Diabetesrisiko senken - wenn auch in geringerem Maße als richtiger Kaffee. Tee dagegen bietet der Studie zufolge keinen Schutz gegen die Zuckerkrankheit.

Trotz des positiven Studienergebnisses darf nicht vergessen werden, dass ein hoher Kaffeekonsum in vielen Fällen auch schädlich sein kann: z.B. bei Bluthochdruck, Magen-Darm-Krankheiten oder einer Schwangerschaft.

Quelle: EGZB/Annals of Internal Medicine (1/2004)




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Aktualisiert am 02.08.2011