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Augen und Diabetes Was viele Diabetiker nicht wissen ...

... Die Zuckerkrankheit kann schwer wiegende Folgen für das Augenlicht haben. Deshalb sollten sich betroffene wenigstens einmal im Jahr tief in die Augen schauen lassen. Wenn der Arzt Veränderungen auf der Netzhaut rechtzeitig entdeckt, kann die Sehkraft erhalten werden.
Wie Sie Ihre Augen schützen und Risiken senken, erfahren Sie hier:

Diabetiker tragen das Risiko für drei Arten von Augenerkrankungen.
Dazu gehören die so genannten Retinopathien , Katarakte und Glaukome. Alle genannten Augenleiden können zur Erblindung führen.
Das große Problem dabei ist, dass da Sehvermögen zunächst kaum spürbar schlechter wird. Wenn Patienten dann endlich merken, dass etwas nicht stimmt und zum Arzt gehen, ist es schon reichlich spät.
Doch bei frühzeitiger Diagnose kann vor allem die diabetische Netzhauterkrankung, die Retinopathie, vermeiden oder gemildert werden.

Leider kommt dieses Augenleiden sehr häufig vor, vor allem bei Langzeit-Diabetikern.
Diese Augenkrankheit kann unterschiedlich schwer verlaufen, kann auch zum Stillstand kommen, aber die Gefahr zu erblinden ist nie völlig auszuschließen.
Die Gefahr wächst, wenn zum Diabetes hoher Blutdruck hinzu kommt und wenn geraucht wird.

Netzhaut - der Ort des Sehens

Wenn der Zuckerspiegel nicht optimal eingestellt und der Blutzucker andauernd zu hoch ist, verändern sich die Blutgefäße im Körper. Das hat auch Folgen für die Netzhaut des Auges. Es entstehen Ablagerungen und Ausbuchtungen in den Blutkapillaren.
Erhöhte Blutzuckerwerte führen dazu, dass das Blut klebrig wird, die dünnen Äderchen in der Netzhaut verstopfen. Es kommt in der Netzhaut zum Stau, die Adern werden durchlässig, können platzen. Blut sickert aus und in die Netzhaut hinein, manchmal auch in andere Teile des Auges.
Die Netzhaut wird dadurch schlecht mit Blut versorgt, sie ringt buchstäblich nach Sauerstoff und bildet neue Blutgefäße. Aber diese sind alles andere als stabil, so dass es zu weiteren Blutungen und zu Schwellungen in der Netzhaut kommt. Später verursachen diese Gefäßsegel durch Zug an der Netzhaut eine Netzhautablösung, die zur endgültigen Erblindung führt.

Wie lässt sich das Risiko für Augenerkrankungen reduzieren?
  • Der Besuch beim Augenarzt sollte für jeden Diabetiker Pflicht sein
  • Regelmäßig den Blutzucker messen
  • Erhöhten Blutdruck senken
  • Einmal im Jahr ein ausgedehnter Augen-Check

Hat der Augenarzt Veränderungen der Netzhaut sowie das Augenhintergrundes festgestellt, kann in vielen Fällen eine Laserbehandlung eine Verschlechterung der Sehleistung verlangsamen oder gar aufhalten. Somit ist zumindest die Gefahr, das Sehvermögen zu verlieren, weitgehend gebannt.

Dr. Kirsten Schuster


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Aktualisiert am 02.08.2011