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Manchmal muss es etwas Süßes sein!

Normaler Haushaltszucker darf von Diabetikern nur in kleinsten Mengen genossen werden, also die Prise Zucker im Salat oder an der Soße macht keine Probleme.
Aber auch Diabetiker möchten auf Marmelade, Fruchtsäfte und andere Süßspeisen nicht verzichten. Deshalb muss man auf Zuckeraustauschstoffe oder Süßstoffe zurückgreifen.

Süßstoffe müssen nicht bei der BE-Berechnung berücksichtigt werden. Da sie kalorienfrei sind, eignen sie sich als Süßungsmittel besonders für übergewichtige Diabetiker anstelle von Zuckeraustauschstoffen. Zuckeraustauschstoffe sind Zuckerverbindungen, die im Gegensatz zu Haushalts- oder Traubenzucker zu keiner nennenswerten Erhöhung des Blutzuckerspiegels führen.
Bei der Berechnung von BE müssen sie einbezogen werden.


Süßstoff Süßkraft im Vergleich zu Haushaltszucker
Saccharin 400-500-fach
Cyclamat 10-30-fach
Aspartam 200-fach
Acesulfam K 200-fach

Traubenzucker immer griffbereit?

Schnelle Hilfe bei einer drohenden Unterzuckerung bietet Traubenzucker in flüssiger oder fester Form. Etwa 3-5 Täfelchen Traubenzucker oder ein Glas mit gesüßtem Fruchtsaft sollten sofort konsumiert werden.
Bei Zweifeln gilt: lieber zu viel als zu wenig einnehmen. Anschließend ist ein Blutzuckertest sinnvoll. Ist der Blutzuckerwert zu niedrig, essen Sie zusätzlich länger wirksame Kohlenhydrate wie zum Beispiel Kekse oder eine Scheibe Brot.

Vitamin C stört

Wenn Sie den Harnzucker mit einem Teststreifen nachweisen, sollten Sie keine Vitamin-C-haltigen Präparate einnehmen.
Bereits 300 bis 500 mg Vitamin C können zu falschen Glucose-Werten, die dann zu niedrig erscheinen, führen. Ab einer Konzentration von 180 mg/dl im Blut passiert die Glucose die so genannte Nierenschwelle und ist im Urin nachweisbar.

Mit Stress besser leben

Stress gehört zu den häufigsten Beschwerden unserer schnelllebigen Welt. Durch anhaltende Überforderung im Alltag belasten wir unser persönliches Gleichgewicht und reagieren oft gereizt, hektisch und nervös. Diabetiker stellen häufig nach Stresssituationen, trotz Einhaltung ihres Therapie- und Diätplans, Schwankungen des Blutzuckerspiegels fest.

Eine stressbedingte Erhöhung des Blutzuckerspiegels kann auf eine erhöhte Ausschüttung der Hormone Cortisol und Glucagon (Insulingegenspieler) hindeuten. Durch die Leber wird dabei vermehrt Zucker freigesetzt und somit der Blutzuckerspiegel erhöht. Aber auch eine stressbedingte, meist unbewusste Steigerung der Nahrungsaufnahme lässt die Blutzuckerwerte ansteigen.

Ein durch Stress hervorgerufener Blutzuckerabfall kann ebenfalls verschiedene Ursachen haben: Vermehrte körperliche Aktivität oder das Weglassen von Mahlzeiten sind mögliche Gründe dafür. In Phasen höherer Belastung bringen häufiger durchgeführte Blutzuckermessungen den Einfluss von Stress ans Licht und helfen, rechtzeitig auf Blutzuckerschwankungen zu reagieren. Denn nicht alle Diabetiker sprechen in gleichem Maße auf Stress an, wie Forschungsergebnisse zeigen.

Da sich Stress normalerweise nicht gänzlich vermeiden lässt, ist ein entsprechender Ausgleich besonders wichtig. Spezielle Entspannungstechniken, gezielte Bewegung und eine positive Lebenseinstellung helfen, Belastungen und Anspannungen auszugleichen. Auch ein Erholungsbad, ein Spaziergang oder die Lieblingsmusik lassen den Alltag für eine gewisse Zeit vergessen.



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Aktualisiert am 02.08.2011